LaDigue


Jede Spende zählt:  https://gofund.me/6b9f17ca


Der erste Bericht in der  Wormser Zeitung (click!)



Hallo, ich bin der Conny und habe die Spendenaktion 

„*Musik für Kinder auf La Digue*“ 

ins Leben gerufen.


*Wie es dazu kam* _*und*_ *was daraus wurde:*


Im Jahr 2022 war ich mit meiner Frau kurz vor Weihnachten auch auf La Digue, der kleinsten der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen. Die gerade einmal 5 km lange und 3 km breite Insel verfügt nur über wenige Kilometer befestigter Straßen. Seit ein paar Jahren gibt es hier zwar Autos in nennenswerter Zahl, das Hauptverkehrsmittel ist jedoch nach wie vor das Fahrrad. 


Auf dem nur 9,81 Quadratkilometern großen Eiland, mit den Amtssprachen Seychellenkreol, Englisch und Französisch, leben rund 2200 Einwohner und davon sind rund 400 Schulkinder. Deren Schule besuchte ich eines Tages und wollte meine mitgebrachten Percussions (Klanginstrumente) als Geschenk abgeben. Am Eingang wurde ich freundlich begrüßt und gleich gebeten, mich der Co-Direktorin, Miss Eveline, vorstellen zu dürfen.

Diese war sofort begeistert und hatte die Idee, dass ich die Percussions doch selbst direkt in einer der Klasse den Kindern austeilen solle. Gesagt, getan. Die 10 bis 11 jährigen Kinder übten gerade in Englisch das Lied „We Wish You a Merry Christmas“. 

Ich fragte die Klassenlehrerin, ob es eine Gitarre an der Schule gäbe: nach 10 Minuten Suche war eine alte, verstaubte Gitarre mit lediglich 5 Saiten, anstatt der üblichen 6, gefunden. Also stimmte ich die 5 Saiten und verteilte die Percussions unter den Kindern. 


Beim anschließenden gemeinsamen Singen und Musizieren brachten die Schüler ihre Stimmen und die neuen Percussions so ungestüm ein, dass ich einfach überwältigt war! 

Die funkelstrahlenden Augen der Kinder vermittelten den Eindruck, dass sie sich geradezu nach Musik sehnten und so fragte ich die Direktorin, ob ich den Kindern nicht Gitarrenspielen beibringen könnte? Dabei erfuhr ich nebenbei, dass es schon seit Jahren keinen Musikunterricht mehr an der Schule gab: Und in dem Moment hatte ich spontan die Idee, diesen Missstand mit einem privaten Projekt zu beseitigen!


Zurück in Deutschland begannen sogleich die ersten konkreten Planungen. Für die 400 Kinder zwischen 10 und 16 Jahren würde ich mindestens 30 Gitarren und eine Menge Zubehör benötigen. Eine erste Aufwandsschätzung ergab einen finanziellen Bedarf von ca. 6.000,- Euro! Damit war klar, dass ich das nicht alleine stemmen kann und so wurde aus meiner spontanen Idee das Spendenprojekt 

„*Musik für Kinder auf La Dique*“!


In den folgenden Wochen und Monaten wurden die Pläne in enger Abstimmung mit der Co-Direktorin der Schule, Miss Eveline, vorangetrieben:


Schnell war ein Zeitrahmen gesteckt: Ende Januar 2023 wollte ich für ungefähr 6 Wochen auf eigene Kosten hinfliege und den Kindern in allen Klassen täglich Gitarren- und allgemeinen Musikunterricht erteilen. 


Auf der Crowdfunding-Plattform „GoFundMe“ wurde eine Kampagne gestartet und im Freundes- und Bekanntenkreis um Spenden gebeten. Außerdem warb und sammelte ich bei jedem meiner Auftritte im Jahr 2023 auch bei meinem Publikum für das Projekt. (Zu meiner Homepage: https://www.derconny.com/)


Intensive weitere Recherchen und das Einholen konkreter Angebote machten uns ernüchternd klar, dass wir nicht, wie ursprünglich geplant, die Gitarren einfach von Deutschland aus nach La Digue verschicken können: Allein die Frachtkosten würden über 2.500,- Euro betragen! Also planten wir, die Instrumente vor Ort zu kaufen. Mittlerweile hatten wir den Bedarf an Instrumenten und Zubehör weiter konkretisiert:

15 Gitarre groß (4/4)

15 Gitarre klein (3/4)

30 Gitarrentaschen

10 Ersatz-Gitarrensaiten

30 Stimmgeräte

 5 Trommeln

10 Shaker


In den Folgemonaten zeigte sich sehr schnell, dass ich anfänglich den zu erwartenden organisatorischen Aufwand völlig unterschätzt hatte! 


Ab April 2023 gab ich dann Miss Eveline einmal wöchentlich per Videokonferenz Gitarrenunterricht, damit sie auch nach meinem Abreise nachhaltig das Projekt weiterführen kann. Mit der gleichen Zielsetzung stand die Schulleitung ab Oktober 2023 mit der Hauptinsel in Verhandlungen, dass spätestens bis zu meiner Ankunft im Januar eine neue Musiklehrerin eingestellt werden soll. 


Bis zu meinem Abflug aus Deutschland am 23. Januar 2024 gab es eine Unmenge an organisatorischen Aufgaben zu erledigen:


Unterkünfte für die gesamte Zeit organisieren: Die Übernachtungskosten auf der Insel sind, ebenso wie die allgemeinen Lebenshaltungskosten, horrend: Für ein Zimmer muss man min 100,- Euro pro Nacht rechnen, was bei der geplanten Aufenthaltsdauer von 6 Wochen auf La Digue alleine schon 2100,- Euro ausmachen würde. Da die Spenden ausschließlich für die musikalische Ausstattung der Kinder bestimmt waren und ich die Reise- und Aufenthaltskosten selbst zu tragen hatte, brauchte ich unbedingt gesponserte Übernachtungsmöglichkeiten. Die Suche danach war zwar mühsam, letztendlich durch die unermüdliche Unterstützung der Co-Direktorin aber erfolgreich. 


Weitere Angebote für die Musikinstrumente und das Zubehör im lokalen Handel vor Ort einholen, sondieren und letztlich Bestellungen sowie Zahlungsmethoden klar machen.


Und zum Schluss kam ich mächtig ins Schwitzen, weil mein Einreisevisum, für welches der Antrag frühestens 10 Tage vor Einreise gestellt werden konnte, erst 48 Stunden später kam, also mal gerade eine Woche vor Abflug: Da war die Anspannung 2 Tage lang noch einmal deutlich erhöht!


Am 24.01.2024 kam ich um 14:30 Uhr auf La Digue mit der Fähre an und ab dem 25.01.2024 ging’s dann live richtig zur Sache!


Fortsetzung folgt…




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